Naturschutzverein Grüne Aktion Westerzgebirge e.V.
   Aus dem Vereinsleben
Neuerrichtungung des Krötenzauns in Wernesgrün Im Oktober 2017 wurde der Neuaufbau einer Amphibienleiteinrichtung an der Bundesstraße 169 in der Ortslage Wernesgrün fertiggestellt. Auf einer Länge von 340 Metern werden die im Frühjahr wandernden Lurche (mehrere hundert  Erdkröten, Grasfrösche und Bergmolche) vor ihrer Straßenquerung gefangen und anschließend gefahrlos über die Fahrbahn transportiert. Erstmalig im Territorium kam hierbei das Leitsystem Beilharz zum Einsatz.
Freunde aus Rübenau Im September dieses Jahres konnten wir unsere Freunde vom Verein Natura Miriquidica aus Rübenau bei Marienberg, in der Waldstation begrüßen. Wir erfüllten mit diesem Treffen den schon lange gehegten Wunsch einer engeren Zusammenarbeit beider Vereine. Nach einem Erfahrungsaustausch in gemütlicher Runde am Lagerfeuer, folgte am nächsten Tag ein gemeinsamer Pflegeinsatz auf einer Bergwiese in unmittelbarer Nähe der Waldstation. Für das kommende Jahr haben wir einen Gegenbesuch unserer Grünstifte in Rübenau fest vorgenommen.
           Wildapfelfund bei Crottendorf Erzgebirge Dank eines Hinweises eines ausgesprochenen Naturkenners und Freundes aus Crottendorf, haben wir     einen weiteren wertvollen heimischen Wildapfelbaum des Erzgebirges gefunden. Nach einem positiven Ergebnis der genetischen Untersuchung, werden wir Reise dieses Baumes in unserer Generhaltungplantage  Bockau) aufpfropfen und somit diesen Apfel erhalten.           Überweitere Vorkommensmeldungen zu dieser Art würden wir uns wie immer sehr freuen, da damit ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Innerartlichen Vielfalt geleistet wird.
Heckenneuanlage in Oberdorf/Stollberg und in Blauenthal In diesem Jahr konnten die Mitglieder unseres Vereins in Unterstützung zahlreicher Helfer wieder zwei Landschaftshecken anlegen.  Mit einer Gesamtlänge von über 300 m und 5 m Breite wurden mittels dieser Maßnahmen wertvolle Lebensräume neu geschaffen.  Aber auch wichtige natürliche Verbindungsstrukturen sind so in der ausgeräumten Landschaft neu entstanden.
Amphibiengewässer in Henneberg (Johanngeorgenstadt) fertiggestellt Im Frühjahr 2018 konnten wir ein neues Amphibienlaichgewässer in unmittelbarer Nähe des Gasthauses Henneberg errichten. Dank des Flächeneigentümers den Wirtsleute des angrenzenden Gasthauses hatten wir hier die Möglichkeit ein neues Kleingewässer (ca.8x5m und 1,5m tief) auf einem staunassen Bereich auszuheben. Innerhalb kürzester Zeit nach Beendigung der Baumaßnahme stellten sich hier die ersten Tiere, wie Libellen und Amphibien ein. Trotz des zurückliegenden niederschlagsarmen  Sommers, verfügte das Gewässer über einen konstanten Wasserstau. Mit großer Gespanntheit werden wir die Entwicklung dieses Gewässers als Lebensraum, in den nächsten Jahren beobachten und dokumentieren                                           
Waldrand ökologisch aufgewertet                                                    Ein schon langer gehegter Wunsch, einen Waldrand an der Wolfsgüner Straße in Eibenstock umzugestalten konnte jetzt                                                    bis zum Sommer 2019 realisiert werden. Dazu galt es die einst hier gepflanzten Strauchgehölze wieder freizustellen und  mit Neupflanzungen zu ergänzen. So ein stufig aufgebauter Waldrand mit südlicher Ausrichtung, kann ein Lebensraum für die verschiedensten Arten sein. Steinschüttungen, Asthäufen und belassenes Totholz wird schnell seine tierischen Bewohner finden. Ein kleines hier angelegtes                                                                                                                                                                                                  Gewässer ergänzt wirkungsvoll den wertvolle                                                                                                                                                                                                   Lebensraum in diesem Bereich. Möglich wurde                                                                                                                                                                                                  die Umsetzung dieser Maßnahme erst durch                                                                                                                                                                                                  eine großzügige Spende der                                                                                                                                                                                                   Erzgebirgssparkasse, der tatkräftigen                                                                                                                                                                                                  Unterstützung vieler freiwilligen Helfern sowie                                                                                                                                                                                                  der Unterstützung des Forstbezirkes Eibenstock                                                                                                                                                                                                  als Flächeneigentümers.
Vereinsausflug nach Rübenau  Einige Mitglieder des Vereins besuchten an einem Samstag im Mai die Region um Rübenau bei Marienberg. Ziel war der Verein Natura Miriquidica e.V. mit seinem Haus der Kammbegegnungen. Hier  informierten wir uns über die Arbeit Vereins um Kay Meister und Babett Schreiter. Viel Interessantes  konnten wir erfahren, besonders beeindruckend war die vorgestellte umfangreiche Jugendarbeit, eine  Herzenssache der Beiden. Aber auch die ökologischen Projekte im Rahmen der deutsch/tschechischen  Zusammenarbeit zeugen von viel Engagement. Auf dem Weg nach Rübenau besuchten wir das NSG Mothäuser Heide. Auf Grund der wenigen  verfügbaren Zeit konnten wir nur einen kleinen Teil im Osten dieses Schutzgebietes kennenlernen. Und  unser Eindruck war erschütternd. Das Gebiet und besonders die Kernzone ist ein einziges „Rothirsch- Eldorado“. Wir fühlten uns in die Blütezeit der DDR Staatsjagd zurückversetzt. Sämtliche gefundene  Baumverjüngung wies Spuren von Wildverbiss auf, Laubbäume waren so gut wie nicht zu finden. Das  war also die so vollmündig propagierte Einheit von Wild und Wald der Marienberger Jägerschaft, toll !!!!
Streuobstwiese in Schönheide Im Monat April errichtet der Verein eine Streuostwiese auf einerWiesenflächemit 32 verschiedensten Obstbäumen. Auf Grund der kargen Bodenbedingungen auf der Fläche erfolgte nach dem Ausheben der Pflanzgrube mittels Kleinbagger, die Einbringung von ausreichend Substrat um ein Wachsenund Fruktifizierender Bäume zu garantieren. Diese Anlage stellt an seinem Standort eine ökologische Bereicherung dar. Zahlreiche blütenbesuchende und fruchtfressende Tiere werden hier ihr Auskommen haben, aber auch verschiedenste Flechtenarten werden schnell die Bäume „erobern“.
Nistkästen für Meisen, Star und Co Seit 2014 fertigen Beschäftigte unseres Vereins, über eine Fördermaßnahme des Arbeitsamtes/Jobsender, mehrere hundert Nistkästen welche in den Waldbereichen um Burkhardtsgrün, Sosa und Carlsfeld ausgebracht wurden. Diese sind, was die Reinigung der Kästen zum Ende der Brutsaison ergeben hat,  auch nahezu alle erfolgreich besetzt. Bereichen wurden seit einigen Jahren auch Nistkästen für den Star ausgebracht. Da auch deren  Brutplatzangebot sich sehr verringert hat. Und ab 2017 fertigten wir für die Haselmaus (Muscardinus avellanarius) die ersten speziellen Schlafkästen, welche sehr schnell  von dieser Art angenommen wurde. Gezielt wollen wir jetzt geeignete Lebensräume mit derartigen Kästen bestücken und kontrollieren. So erhoffen wir uns interessante Aussagen zur Bestandshöhe und Beschaffenheit ihrer  Lebensräume. Neben dem Bau geeigneter Nistkästen aus Holz, fertigen wir auch seit einigen Jahre Kästen aus Holzbeton an. Erfahrungen hiermit geben wir an interessierte Naturfreunde gern weiter.
        Rauhfußkauzkästen kommen in den Forst Nach anfänglichen Lieferschwierigkeiten des Herstellers der Kästen, konnte im Mai nun mit der Ausbringung von 30 dieser Nisthilfen aus  Holzbeton mit Marderschutz begonnen werden. Im Bereich zwischen Steinbach und Sosa werden die Kästen in 6 m Höhe inmitten geeigneter strukturierter Fichtenbestände  ausgebracht. Im kommenden zeitigen Frühjahr 2018 soll die erste Kontrolle auf Besatz erfolgen.